Der Verbund freut sich über eine neue wissenschaftliche Publikation des Meta-Verbunds FP2G durch Brandes et al.

 

Die Publikation mit dem Titel Evidenzbasierung in Primärprävention und Gesundheitsförderung: Methoden und Vorgehensweisen in 5 Forschungsverbünden wurde im Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz  angenommen und publiziert.

Hierbei haben der Verbundskoordinator Prof. Dr. Klaus Pfeifer sowie die wissenschaftliche Geschäftsführung PD Dr. Peter Gelius mitgearbeitet.

Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team.

 

Von 2014 bis 2022 erforschen die 5 deutschen Forschungsverbünde AEQUIPA, CAPITAL4HEALTH, HLCA, PartKommPlus und SMARTACT Themen der Primärprävention und Gesundheitsförderung mit dem Ziel, die Evidenzgrundlagen in diesen Bereichen weiterzuentwickeln. In diesem Beitrag wird die Arbeit der 5 Forschungsverbünde für Primärprävention und Gesundheitsförderung unter dem Aspekt der Evidenzbasierung aus der internen Perspektive vorgestellt, analysiert und diskutiert. Als orientierender Rahmen dient ein Modell der evidenzbasierten Public Health.

Die 5 Forschungsverbünde nutzen für die Evidenzgenerierung vielfältige Zugangswege bzgl. der Beteiligung nichtakademischer, zivilgesellschaftlicher Akteur*innen und Nutzer*innen. Es finden sich vielfältige Studiendesigns, die von randomisiert kontrollierten Studien und systematischen Reviews zu diversen qualitativen Designs reichen. Die Nutzung von Modellen und Theorien unterstützt die Evidenzbasierung. Über die Evidenzentwicklung hinaus legen alle Verbünde einen Schwerpunkt auf die zumindest exemplarische Implementierung des neuen Wissens.

Durch die Methodenvielfalt kann eine breit gefächerte Evidenzbasierung unter Berücksichtigung verbundspezifischer Aspekte realisiert werden. Grenzen für eine weitere systematische Stärkung der Evidenzbasierung liegen in strukturellen Rahmenbedingungen. Insbesondere die Einbindung von nichtakademischen, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Nutzer*innen für die Arbeit mit schwer erreichbaren Zielgruppen kann oft nicht ausfinanziert bzw. zeitlich berücksichtigt werden. Die COVID-19-Pandemie verdeutlicht die Wichtigkeit eines flexiblen Methodenspektrums, in dem ein sinnvolles Zusammenspiel von digitalen und analogen Methoden anzustreben ist.