In Zeiten der Corona-Pandemie war und ist das Leben in allen Bereichen des täglichen Lebens eingeschränkt – auch mit Blick auf einen aktiven Lebensstil: geschlossene Kindergärten, Schulen, Arbeitsplätze und Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, Sportvereine, Parks und Spielplätze sowie die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen erschweren ausreichende Bewegung.

Aus diesem Anlass passt der Capital4Health-Verbund seine Forschung zu Handlungsmöglichkeiten (Capabilities) für einen aktiven Lebensstil an, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Handlungsmöglichkeiten bestimmter Bevölkerungsgruppen berücksichtigen zu können.

Hauptakteure hierbei sind die Teilprojekte CAPCOM, ACTION for men und Health.eduPLUS.

Beispielweise hat Health.eduPLUS, das Teilprojekt im Bereich Schule und Sportlehrerbildung, seine Forschungsagenda in drei Punkten angepasst: (1) Die Kooperative Planungssitzungen zur gemeinsamen Entwicklung von didiaktisch-methodischen Maßnahmen mit dem Schwerpunkt auf kognitive Aktivierung und Gender werden auf ein digitales Format (Videokonferenzen) umgestellt. (2) An einzelnen Partnerschulen werden bereits konzipierte Sportunterrichtseinheiten zusätzlich in einer virtuellen Sporthalle (blended-learning) angeboten, so dass Schüler*innen selbstständig zuhause Bewegungsaufgaben lösen können. Diese werden zur Förderung der sportbezogenen Gesundheitskompetenz in den Präsenzstunden in der Schule gemeinsam reflektiert. (3) Um mögliche Auswirkungen von Covid-19 auf die körperliche Aktivität der Schüler*innen zu analysieren, werden in der Befragung zur sportbezogenen Gesundheitskompetenz am Ende des laufenden Schuljahres zusätzlich Daten zum Aktivitätsverhalten während der Pandemie erfasst. Dabei soll so u.a. erforscht werden, ob Schüler*innen mit einer höheren sportbezogenen Gesundheitskompetenz eher selbstverantwortlich Sport während der Corona-Beschränkungen treiben.

ACTION for men plant eine zusätzliche Untersuchung der Frage, wie Sportvereine und Sporteinrichtungen in Kommunen mit den Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie umgehen, sowie deren Strategien und Maßnahmen hinsichtlich Covid-19.

CAPCOM befasst sich verbundübergreifend mit der Frage, wie sich die Handlungsmöglichkeiten für Bewegung in den einzelnen Settings objektiv und subjektiv verändert haben. Außerdem untersucht es die Frage, wie sich die Pandemie auf die inter- bzw. transdisziplinäre Arbeit innerhalb des Capital4Health-Verbunds auswirkt.

Zusätzlich sind die Forschenden des Capital4Health-Verbundes auch im Rahmen anderer Projekte im Bereich Covid-19 aktiv. So arbeitet beispielsweise Prof. Dr. Susanne Tittlbach (Universität Bayreuth, Teilprojekte ACTION for Men und Health.eduPLUS) auch im Zuge des Projekts SMART MOVING zu den Folgen der Krise auf Bewegung und Gesundheit.

Wir hoffen, dass Sie alle gut durch diese außergewöhnliche Zeit kommen. Bleiben sie aktiv und gesund!

 

Wir hoffen, dass Sie alle gut durch diese außergewöhnliche Zeit kommen. Bleiben sie aktiv und gesund.